Zeit gewonnen für eine qualifizierte Prüfung!

An Dienstag, den 7.2.17 sollten im Finanzausschuss u.a die Vorschläge diskutiert werden, die die Firma Rödl&Partner nach einer Organisations- und Effizienztuntersuchung vorgeschlagen hat. Darin waren zwei Punkte, die die Musikschule betrafen.

Die Beschlussvorlage war aber den Ratsmitgliedern sehr kurzfristig(Freitag) zur Verfügung gestellt worden, dass keine ausreichende Zeit zur Prüfung blieb.
Die Koalition hatte vor, am Dienstag das Vorgehen der Verwaltung abzusegnen. Der Antrag auf Vertagung wurde zunächst abgelehnt. Als wegen Umstellung der Tagesordnung die Beratung dieses TOPs erst nach 22 Uhr begann, hatte man ein Einsehen. Die Beratungen werden voraussichtlich im nächsten Finanzausschuss am 21.3.17 fortgesetzt.

Wozu Beratung vor einem Beschluss?
Der Rat sollte auch mit der Arbeitszeit unserer Verwaltung effizient umgehen!

Wenn also für die Umstellung auf Honorarkräfte

  • die Kostensenkung durch Arbeit mit korrekten Zahlen
    erheblich geringer eingeschätzt würde
  • die Qualitätsverluste im Unterricht in die Betrachtung einbezogen würden
  • das Prozessrisiko korrekt eingeschätzt würde

könnte man der Verwaltung Arbeit ersparen, indem das Projekt gleich ad acta gelegt würde.

Noch etwas zur Ehrenrettung von Rödl&Partner. In dieser Firma arbeiten Menschen, die wie alle gelegentlich Fehler machen. Umso wichtiger ist es, diese Fehler zu beseitigen und nicht in einer Nacht- und Nebelaktion alles zu beschließen!

Erstaunlich und erfreulich, war, dass sich viele Eltern und Dozenten so kurzfristig die Zeit genommen hatten, die Sitzung zu besuchen und auch bis spätabends dabeigeblieben sind. Bei der nächsten Sitzung des Finanzausschusses wird das Interesse sicher noch größer sein.

Stimme erheben! Schaden abwenden!

Am 27.1.17 um 18 Uhr trifft sich der Finanzausschuss des Stadtrates Hürth. Das wichtigste ist der Maßnahmenkatalog, den die Firma Rödl & Partner vorgelegt hat und die Stellungnahme der Verwaltung, welche Punkte durchgesetzt werden sollen, abgelehnt werden oder zu prüfen sind. Die Musikschule betreffen heute zwei Punkte.

Musikschulentgelte:

Die Musikschulentgelte sollten in Zukunft regelmäßig erhöht werden (alle 2 Jahre 2,5%). Der Kulturdezernent wird um Stellungnahme gebeten.

Rödl & Partner schlägt auch vor, die Gebühren der Stadtbücherei anzuheben. Hier hält die Verwaltung wegen des bildungspolitischen Auftrags eine Erhöhung nicht für opportun.

Vielleicht sollte man der Verwaltung vermitteln, dass auch eine Musikschule einen bildungspolitischen Auftrag hat. Am Rande der Sitzung des Finanzausschusses bietet sich dazu eine Gelegenheit.

Umstellung auf Honorarkräfte

Personalkosten
In der Vorlage der Verwaltung stehen merkwürdige Zahlen über die Personalkosten. Für einen angestellten Musiklehrer werden dort 2500 € Kosten für eine Jahreswochenstunde kalkuliert. Diese Zahl ist grob falsch. Bei einem Mitarbeiter TVÖD 9 kommt man auf einen Betrag von ca. 1700€. Ob die von Rödl & Partner genannte Zahl von 864€ für Honorarkräfte ebenso zu den „alternativen Fakten“ zählt, entzieht sich unserer Kenntnis.

Rödl & Partner arbeitet auch bei anderen Städten mit falschen Zahlen. Im Solinger Tageblatt vom 30.9.16 fand ich folgende Zitate:

Stadtkämmerer Ralf Weeke (SPD) ergänzt dazu auf Tageblatt-Nachfrage: „Der Geschäftsführer konnte uns nachvollziehbar darstellen, weswegen die Datenbasis des Gutachters für die Maßnahmen der Musikschule nicht passen. Daher haben wir uns entschieden, diese Maßnahmen aus der Bürgerbeteiligung herauszunehmen.“
und
Tatsächlich stellt sich aber nun die Frage, ob auch andere Zahlen von Rödl & Partner, die in Sparvorschlägen mündeten, falsch sein könnten.

Am 7.10.16 in derselben Zeitung findet man auch Zitate anderer Fraktionen

„Die Enttäuschung in der Politik, die sich konkrete Handlungsempfehlungen erhofft hatte, ist groß. „Dass an einigen Stellschrauben gedreht werden muss, war uns schon vorher klar“, erklärte der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Carsten Voigt. Das hätte man auch ohne Gutachten hinbekommen. Es seien noch viele Fragen offen. Würden die nicht beantwortet, wäre er „maßlos enttäuscht“, sagte Voigt.“
und
Ernüchterung macht sich auch bei den Grünen breit. Man habe sich intelligente Lösungen erhofft, die über „08/15-Vorschläge“ hinausgehen, bemängelt Fraktionssprecherin Martina Zsack-Möllmann.“

Rechtslage

Nach einem Rechtsgutachten, das Rödl &Partner liefern soll, ist es rechtlich unbedenklich Honorarkräfte in der Musikschule zu beschäftigen.

Wichtiger als ein Rechtsgutachten finden wir aber die aktuelle Rechtsprechung. Am 6.7.2106 erging ein Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (Aktenzeichen L 8 R 761/14), das ein Urteil des Sozialgerichts Münster (Aktenzeichen S 14 R 303/12) bestätigt.

Damit sind Musikschullehrer versicherungspflichtig. Damit muss die Stadt für ihre „Honorarkräfte“ die Sozialversicherungsbeiträge nachentrichten und außerdem die Verfahrenskosten für die beiden verlorenen Prozesse übernehmen.

Wer sich kurz über das Wesentliche informieren will, schaue hier.
Wer den gesamten Wortlaut des Urteils lesen möchte hier:

Honorarkräfte könnte es geben bei anderen Aufgabenbeschreibungen (keine Weisungsbefugnis durch die Schulleitung, keine Teilnahme an Konferenzen etc). Es gibt Grund für die Vermutung, dass bei gleichem Leistungsumfang eine Honorarkraft nicht wesentlich billiger ist, sehr wohl aber mehr Verwaltungsaufwand auslöst.

Zur Sicherung der Qualität unserer Musikschule  werden wir das Vorgehen aufmerksam verfolgen und unsere Stimme erheben.

Rolf Reisewitz

Wachsam bleiben!

Am 24.1.17 tagte der Hauptausschuss des Stadtrates Hürth. Das wichtigste Thema war die Vorstellung der Ergebnisse der Organisationsberatung der Verwaltung durch die Firma Rödl & Partner. Dem Ausschuss wurden in einer Powerpointpräsentation 51 Vorschläge zu Einsparungen und Ergebnisverbesserungen vorgetragen. Die Musikschule war von einem Vorschlag betroffen: Es sollen die Musikschullehrer (mindestens teilweise) in Zukunft als Honorarkräfte beschäftigt werden. Dies sei lt. einem Rechtsgutachten, das Rödl &Partner vorliegt, rechtlich unbedenklich.

Wichtiger als ein Rechtsgutachten finden wir aber die aktuelle Rechtsprechung. Am 6.7.2016 erging ein Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (Aktenzeichen L 8 R 761/14), das ein Urteil des Sozialgerichts Münster (Aktenzeichen S 14 R 303/12) bestätigt.

Damit sind Musikschullehrer versicherungspflichtig. Damit muss die Stadt für ihre „Honorarkräfte“ die Sozialversicherungsbeiträge nachentrichten und außerdem die Verfahrenskosten für die beiden verlorenen Prozesse übernehmen.

Wer sich kurz über das Wesentliche informieren will, schaue hier.

Wer den gesamten Wortlaut des Urteils lesen möchte hier

Der Bürgermeister und die Verwaltung waren in der Sitzung recht zögerlich, mehr Informationen, als in der mündlich vorgetragenen Studie präsentiert wurden, an die Ratsmitglieder weiterzugeben. So ist eine qualifizierte Prüfung der Vorschläge kaum möglich.

Angekündigt wurde aber, in der Sitzung des Finanzausschusses vom 7.2.17 die 51 Vorschläge einzuteilen in

  • durchführen
  • ablehnen
  • weiter prüfen

Wir wünschen uns, dass der Bürgermeister dabei eine glückliche Hand beweist und der Stadt viel Ärger und Prozesskosten erspart.

Wir werden das Vorgehen aufmerksam verfolgen.

Rolf Reisewitz

 

 

 

Viel Prominenz beim musikalischen Jahresauftakt der Josef-Metternich-Musikschule in Hürth

Hoher Besuch war zum traditionellen Neujahrsempfang der städtischen Hürther Musikschule am 22.1. gekommen, um die herausragende Arbeit des Teams um Ruddi Sodemann zu würdigen: Herr Dr. Kippels mit Frau, MdB, Frau Dmoch-Schweren, MdL, Herr Dr. Ahrens-Salzsieder, Kämmerer, Herr Reiners, stellv. Bürgermeister, Herr Hikmet Armag, Vizekonsul der Türkischen Republik, Herr Ali Ünal, Vors. des Moschee-Vereins Hürth, Herr Metin, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt, Frau Lemmer, Stadträtin, und viele mehr.

Zunächst spielte das West-Ost-Diwan-Ensemble (Bild oben) in deutsch-türkischer Besetzung klassische Stücke der türkischen Musiktradition und bekräftigte einmal mehr den Anspruch der Musikschule, nicht nur qualitativ höchste Qualität bei den Darbietungen der Musikerinnen und Musiker zu stellen, sondern auch multikulturell und integrativ zu wirken.

Ruddi Sodemann, der Leiter der Josef-Metternich-Musikschule, berichtete im zweiten Teil der Veranstaltung von den vielfältigen Projekten, Konzerten und Arbeiten im vergangenen Jahr und stellte das Programm für 2017 vor. Mehr als 1300 Schüler werden regelmäßig auf 25 Instrumenten oder im Gesang von 34 Musikschullehrern unterrichtet, oder spielen gemeinsam in 16 verschiedenen Ensembles.
„Die Musikschule führt Menschen zusammen“  ist das Leitbild der Josef Metternich-Musikschule, und das gilt vor allem für die vielen musikalischen Integrationsprojekte und für die vielen Kooperationen an den Hürther Schulen und Kindertagesstätten.

Jürgen Weyer vom Förderverein der Musikschule hob hervor, dass in der heutigen Zeit, in der die Medien voll sind von Themen wie Brexit, Donald Trump, Terror, Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen und Minderheiten, Mauern bauen, Nationalismen, Egoismen, Grenzen verstärken, u.s.w.,  in der Josef-Metternich-Musikschule ganz andere Werte vermittelt und gelebt werden, z.B. Gemeinsamkeit, miteinander musizieren, Integration, multikulturell, Würde, Achtung des Anderen, Freunde, Solidarität, Freude an der Musik und Kultur, etc.
Die Musikschule bei ihrem Wirken zu unterstützen durch Spenden sammeln, Benefiz-Konzerte, Kauf von Musikinstrumenten, Unterstützung verschiedenster Projekte, ist das Hauptanliegen des Fördervereins.
Den Abschluss bildete der Auftritt der Big Band mit einer großartigen Vorstellung.Jürgen Weyer
Förderverein der Josef-Metternich-Musikschule

Links: www.musikschule.huerth.de

Sonntag, 29.1.17 12 Uhr Werkstatt-Präsentation in der GHS Kendenich

Heymat – gemeinsam in Hürth, ist ein Musiktheaterprojekt der Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth zusammen mit der Gemeinschaftshauptschule Kendenich mit ihrem Kooperationspartner KJA – katholische Jugendagentur, dem Jugendzentrum der Stadt Hürth und dem Förderverein der Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth e.V.

Heimische und Dazugekommene, Geflohene aus unmenschlichen Bedingungen, Glückliche und die, die das Glück suchen, Mehrsprachige und Sprachlose, Jugendliche und Kinder, Menschen, die das Leben noch vor sich haben und welche, die es fast verloren hatten, sie alle leben jetzt in Hürth. Sie gestalten gemeinsam ein Musiktheaterprojekt auf der Suche nach ihrer Heimat.

Alle, die an dem Projekt teilnehmen, sind Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Kendenich. Es ist ein großes Anliegen der Schule, dass die besonders Hilfsbedürftigen fachkundige Unterstützung, kreative Förderung und soziale Anerkennung bekommen. Deshalb wird das künstlerische Projekt „Heymat“ vor allem den Flüchtlingskindern der Sprachfördergruppen und den Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf in der Offenen Ganztagsbetreuung angeboten. Die Vorteile, die die Hauptschule Hürth – Kendenich so einem großartigen Projekt bietet, bestehen in ihrer Handfestigkeit und ihrer Praxisorientierung sowie ihrer Erfahrung im Umgang mit der hohen Multikulturalität, die dafür sorgt, dass die integrative und die soziale Kompetenz der einzelnen Schülerinnen und Schüler gestärkt wird. Dies ist ein wichtiges Ziel des Projektes. Durch Maßnahmen wie die Einbindung des Projektes in den Unterricht einer Sprachfördergruppe, der mehrere Jahrgänge umfasst, erleben die Schülerinnen und Schüler einen stark projekt- und praxisorientiertem Unterricht und ein individuelles und erfolgreiches Lernen. Kommendes Wochenende endet das Projekt #Heymat.

Wir laden Sie herzlich ein,am Sonntag den 29.01.2017 um 12 Uhr in die Aula der Gemeinschafts-Hauptschule zur unserer Werkstatt-Präsentation zu kommen. Hürth-Kendenich, Steinackerstr. 6

Eintritt frei

 

Sehen und hören Sie die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Können, mit neuen Fähigkeiten, in ganz neuen Umgebungen und Beziehungen.

 

Lernen – ein Leben lang

Mit diesem Motto hat die Josef-Metternich-Musikschule ein ganz besonderes Angebot für Senioren ins Leben gerufen: eine Streicherklasse. Hier können Interessierte -ohne jegliche Vorkenntnisse- ein Streichinstrument ihrer Wahl neu erlernen. Musiziert und gearbeitet wird von Anfang an in einer kleinen Gruppe und der Unterricht wird ganz auf die Bedürfnisse und das Tempo der Teilnehmer ausgerichtet. Schon nach kurzer Zeit werden die ersten gemeinsamen Lieder und Stücke zusammen gespielt.

Geleitet wird die Gruppe von Claudia Schopen, einer langjährig erfahrenen Dozentin der Musikschule.

Die neue Seniorenstreicherklasse beginnt

am Donnerstag, den 2.2.2017 um 12:45 Uhr

im Musiksaal der Musikschule an der Bonnstraße 109, 50354 Hürth.

Die monatliche Kursgebühr beträgt 30 Euro für jeweils eine Stunde Gruppen­unterricht pro Woche. (evtl. zzgl. Leihgebühr für das Instrument).

Die ersten beiden Schnupper­stunden
am 2.2.17 und 9.2.17
sind kostenlos und unverbindlich.

Anzahl der Teilnehmer : 5 bis 10

Der Kurs ist auf zwei Jahre ausgelegt. Kündigung zum Halbjahresende möglich.

Anmeldung gerne mit Angabe des Wunschinstruments unter

02233/978094 

im Büro der Musikschule

02233/75400. 

oder per mail

info@fv-musikschule-huerth.de

oder persönlich zu den Schnupperstunden.

Neuer Einsteigerkurs für Veeh-Harfen beginnt am 13.1.2017

Vom 13. Januar 2017 , drei Monate lang  (letzter Termin also 7.4.17) jeweils freitags von 18:00 bis 19:45 Uhr bietet die Josef Metternich Musikschule einen neuen Einsteigerkurs für Veeh-Harfe an. Die Leiterin ist wieder Ursula Henkel.

Veeh-Harfe

Die Veeh-Harfe ist ein Saiteninstrument, das ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann. Eigens für das Instrument wurde eine einfache und deutliche Notenschrift entwickelt, die auf Notenschablonen notiert wird. Diese werden zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben und ermöglichen so ein leichtes Spielen „vom Blatt“

Die Veeh-Harfe ermöglicht den Einstieg in das Musizieren allen Interessierten jeglichen Alters. Der Unterricht wird in Kleingruppen von 3 bis 5 Teilnehmern abgehalten. Bei 4 Teilnehmern beträgt die Kursgebühr 36,70 €/ Monat  für Erwachsene. Die Instrumente können geliehen werden (10€/Monat).

Die Musikschule ist gut erreichbar mit dem Stadtbus. Haltestellen:
– Jugendzentrum (Linien 712,714) oder
– Bürgerhaus/Rathaus (Linien 711, 712, 714)

Anmeldung bitte unter
Telefon
02233/75400 (ab dem 9.1.17)
oder
02233/978094 (ab dem 2.1.17)
oder per email
info@fv-musikschule-huerth.de
oder
musikschule@huerth.de

Konzert des „Collegium Musicums“ der Josef Metternich Musikschule zum 1. Advent

Das „Collegium Musicum“ der Josef Metternich Musikschule wird am 1. Advent, also am Sonntag, den 27. November um 17 Uhr sein diesjähriges Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St. Severin in Hürth–Hermülheim geben.

Musik von M. Reger, J. S. Bach, A. Vivaldi und A. Corelli sollen die Zuhörer auf eine besinnliche Weihnachtszeit einstimmen.

Als ganz besonderen Hörgenuss wird die junge Gitarristin Alina Kaytan, Stipendiatin des Fördervereins der Josef Metternich Musikschule wie auch mehrfache Preisträgerin des bundesweiten Wettbewerbes „Jugend musiziert“, das Konzert in D-Dur von Antonio Vivaldi gemeinsam mit dem „Collegium Musicum“ musizieren.

Den Abschluss des Konzertes bildet das berühmte „Weihnachtskonzert“ von A. Corelli, das für viele Freunde der Musik genau die Stimmung heiterer Besinnlichkeit trifft, die wir in unseren Breiten mit dem Weihnachtsfest verbinden.

Dirigent des Konzertes wird Stephan Kümmeler sein, langjähriger Leiter des „Collegium Musicums“. Der Eintritt ist frei.

Ein Vorschlag zur Verbesserung des Kulturlebens in Hürth

Empfehlung:
Herausgabe eines regelmäßigen Newsletters zur Information aller Kultur-interessierten Bürger Hürths über das aktuelle Kultur- und Musik-Programm

Hintergrund / Situation
Es gibt in unserer Stadt ein großartiges Angebot an Kultur- und Musik- Veranstaltungen.
Dennoch klagen die Veranstalter oft, dass zu wenige Besucher das Angebot annehmen und die Veranstaltungen besuchen.
Meines Erachtens liegt der Grund nicht darin, dass das Angebot den Ansprüchen des Publikums nicht entspricht, sondern daran, dass das Publikum nicht genügend informiert ist.
Schon sehr oft habe ich im Freundeskreis gehört, wenn ich mal wieder eine tolle Veranstaltung besucht hatte und davon erzählte: „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich auch dort gewesen.“
Ein Grund mag sein, dass viele Hürther Bürger bei Kultur und Ausgehen direkt an „Köln“ denken. Es leben ja auch viele „Kölner“ bei uns und die Großstadt ist leicht zu erreichen.
Außerdem lesen viele Bürger das Hürther Wochenblatt oder die Sonntagspost nicht.

Zielsetzung
Die Hürther Kultur muss leben und im Ansehen bei den Bürgern gestärkt werden.
Alle Interessierten Bürger in Hürth und Umgebung müssen über das aktuelle Kulturprogramm informiert sein, damit sie es wahrnehmen können.

Maßnahmen
Zur Information der interessierten Bürger sollten wir regelmäßig einen „Newsletter“ herausgeben, der auf das kurzfristige Programm in Hürth hinweist.
Auf den Veranstaltungen und auch auf der neuen, tollen Webseite der Stadt sollten sich die Bürger in eine E-Mail-Liste für den Newsletter eintragen können.
Als Beispiel kann der Newsletter des Berli-Kinos dienen, der einmal in der Woche das Kino-Programm der nächsten 2 Wochen vorstellt und darüber hinaus einen Ausblick auf den Monat danach bietet.
Federführend sollte das Kulturamt sein.
Die Veranstalter sollten die Informationen über ihre Veranstaltung rechtzeitig dem Kulturamt mitteilen. Dort werden sie gesammelt,
* in einem Newsletter wöchentlich oder 14-tägig an die Verteilerliste versandt und
* auf der Webseite der Stadt in einer Rubrik „Kultur- und Musik-Programm der Stadt“ veröffentlicht.
Jürgen Weyer
Wer diesen Vorschlag unterstützt, melde sich bitte hier.

Heymat – gemeinsam in Hürth -Ein Musiktheaterprojekt der Josef Metternich Musikschule

Heymat – gemeinsam in Hürth

Ein Musiktheaterprojekt der Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth zusammen mit der Gemeinschaftshauptschule Kendenich mit ihrem Kooperationspartner KJA – katholische Jugendagentur , dem Jugendzentrum der Stadt Hürth, dem Bürgerhaus der Stadt Hürth    und dem Förderverein der Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth e.V.

Was ist Heimat?

Wer hat sie verloren, wer sucht sie, wer hat sie, wie finden wir eine gemeinsame?

Heimische und Dazugekommene, Geflohene aus unmenschlichen Bedingungen, Glückliche und die, die das Glück suchen, Mehrsprachige und Sprachlose, Jugendliche und Kinder, Menschen, die das Leben noch vor sich haben und welche, die es fast verloren hatten. Sie alle leben jetzt in Hürth. Sie gestalten gemeinsam ein Musiktheaterprojekt auf der Suche nach ihrer Heimat.

Alle, die an dem Projekt teilnehmen, sind Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Kendenich. Es ist ein großes Anliegen der Schule, dass die besonders Hilfsbedürftigen fachkundige Unterstützung, kreative Förderung und soziale Anerkennung bekommen. Deshalb wird das künstlerische Projekt „Heimat“ vor allem den Flüchtlingskindern der Sprachfördergruppen und den Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf in der Offenen Ganztagsbetreuung angeboten. Die Vorteile, die die Hauptschule Hürth – Kendenich so einem großartigen Projekt bietet, bestehen in ihrer Handfestigkeit und ihrer Praxisorientierung sowie ihrer Erfahrung im Umgang mit der hohen Multikulturalität, die dafür sorgt, dass die integrative und die soziale Kompetenz der einzelnen Schülerinnen und Schüler gestärkt wird. Dies ist ja auch ein wichtiges Ziel des Projektes.  Durch Maßnahmen wie die Einbindung des Projektes in den Unterricht einer Sprachfördergruppe, der mehrere Jahrgänge umfasst, erleben die Schülerinnen und Schüler einen stark projekt- und praxisorientiertem Unterricht und ein individuelles und erfolgreiches Lernen.

Das Projekt bringt 40 heimische und dazugekommene Jugendliche aus Hürth zusammen, stärkt und ermutigt sie, ihre Geschichten zu formulieren und künstlerisch auszudrücken. Das Projekt fördert das gegenseitige Kennenlernen, das künstlerische Gestalten, nimmt ihre Ausdrucksmöglichkeiten auf und entwickelt sie weiter. Gibt ihnen Instrumente in die Hand, fördert ihre bisherige und neue Sprache, und lässt ihre Körper das ausdrücken, was die Sprache noch nicht zu äußern vermag.

Fünf PädagogInnen aus den Bereichen Tanz, Musik, Theater und Film, seit Jahren mit viel Erfahrungen aus gemeinsamen Projekten, koordinieren, animieren die Suche, geben Impulse und Hilfestellung. Lassen den Jugendlichen von 11 bis 18 Jahren Raum und Zeit, um auszudrücken, was an Eindrücken in ihnen steckt. Und am Ende stellen sie ihr Stück auf die Bühne, gelebte Wirklichkeit ihrer Geschichten, vereint in gemeinsamen Leben in Hürth.

Die Musik- und Tanzgruppe des Projekts
Die Musik- und Tanzgruppe des Projekts

Das Projekt läuft in der Zeit vom 16. September bis Ende Dezember 2016 und endet mit zwei Aufführungen: die Premiere auf der Theaterbühne der Gemeinschaftshauptschule Kendenich und die zweite auf der großen Bühne des Bürgerhauses in Hürth.