Heymat – gemeinsam in Hürth -Ein Musiktheaterprojekt der Josef Metternich Musikschule

Heymat – gemeinsam in Hürth

Ein Musiktheaterprojekt der Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth zusammen mit der Gemeinschaftshauptschule Kendenich mit ihrem Kooperationspartner KJA – katholische Jugendagentur , dem Jugendzentrum der Stadt Hürth, dem Bürgerhaus der Stadt Hürth    und dem Förderverein der Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth e.V.

Was ist Heimat?

Wer hat sie verloren, wer sucht sie, wer hat sie, wie finden wir eine gemeinsame?

Heimische und Dazugekommene, Geflohene aus unmenschlichen Bedingungen, Glückliche und die, die das Glück suchen, Mehrsprachige und Sprachlose, Jugendliche und Kinder, Menschen, die das Leben noch vor sich haben und welche, die es fast verloren hatten. Sie alle leben jetzt in Hürth. Sie gestalten gemeinsam ein Musiktheaterprojekt auf der Suche nach ihrer Heimat.

Alle, die an dem Projekt teilnehmen, sind Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Kendenich. Es ist ein großes Anliegen der Schule, dass die besonders Hilfsbedürftigen fachkundige Unterstützung, kreative Förderung und soziale Anerkennung bekommen. Deshalb wird das künstlerische Projekt „Heimat“ vor allem den Flüchtlingskindern der Sprachfördergruppen und den Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf in der Offenen Ganztagsbetreuung angeboten. Die Vorteile, die die Hauptschule Hürth – Kendenich so einem großartigen Projekt bietet, bestehen in ihrer Handfestigkeit und ihrer Praxisorientierung sowie ihrer Erfahrung im Umgang mit der hohen Multikulturalität, die dafür sorgt, dass die integrative und die soziale Kompetenz der einzelnen Schülerinnen und Schüler gestärkt wird. Dies ist ja auch ein wichtiges Ziel des Projektes.  Durch Maßnahmen wie die Einbindung des Projektes in den Unterricht einer Sprachfördergruppe, der mehrere Jahrgänge umfasst, erleben die Schülerinnen und Schüler einen stark projekt- und praxisorientiertem Unterricht und ein individuelles und erfolgreiches Lernen.

Das Projekt bringt 40 heimische und dazugekommene Jugendliche aus Hürth zusammen, stärkt und ermutigt sie, ihre Geschichten zu formulieren und künstlerisch auszudrücken. Das Projekt fördert das gegenseitige Kennenlernen, das künstlerische Gestalten, nimmt ihre Ausdrucksmöglichkeiten auf und entwickelt sie weiter. Gibt ihnen Instrumente in die Hand, fördert ihre bisherige und neue Sprache, und lässt ihre Körper das ausdrücken, was die Sprache noch nicht zu äußern vermag.

Fünf PädagogInnen aus den Bereichen Tanz, Musik, Theater und Film, seit Jahren mit viel Erfahrungen aus gemeinsamen Projekten, koordinieren, animieren die Suche, geben Impulse und Hilfestellung. Lassen den Jugendlichen von 11 bis 18 Jahren Raum und Zeit, um auszudrücken, was an Eindrücken in ihnen steckt. Und am Ende stellen sie ihr Stück auf die Bühne, gelebte Wirklichkeit ihrer Geschichten, vereint in gemeinsamen Leben in Hürth.

Die Musik- und Tanzgruppe des Projekts
Die Musik- und Tanzgruppe des Projekts

Das Projekt läuft in der Zeit vom 16. September bis Ende Dezember 2016 und endet mit zwei Aufführungen: die Premiere auf der Theaterbühne der Gemeinschaftshauptschule Kendenich und die zweite auf der großen Bühne des Bürgerhauses in Hürth.

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